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Wohliger Schmerz

Ich denke soviel an Essen, dass ich mich jetzt hier mit meinem Wunschgewicht beschäftigen kann. Yay.

Im neuen Jahr sollen es 42/43 werden.

 

Gestern war alles bestens...

 

Heute?

Die schlechte NAchricht: WIeder Schoko-dämon erlegen.

Die Gute: Geabreitet und 850kcal im Fitness-Studio verbrannt. 

Und jetzt bin ich zu fertig um was gescheites zu schreiben. 

1 Kommentar 2.1.09 21:26, kommentieren



Abendhunger

Dieses Erfolgsgefühl über den ganzen Tag. Wunderbar, berauschend, gefährlich aber irgendwie erhaben.

Morgens ohne Nahrung, Mittags ohne Essen kein Problem.

Nichtmal wirklich das Gefühl von Hunger, alles gar kein Problem.

Ich bin mit einigen Freundinnen anch Holland gefahren und hab da ein paar schöne Dinge eingekauft und es war einfach schön. 

Auch wenn sie sich haufenweise Essen gekauft haben hatte ich kein Problem. 

Ich konnte locker nein sagen.

Im holländischen Plus habe ich dann das gesehen, was ich in Deutschland nicht gefunden haben: 

billige, effektive Diätpillen. 

Mein Herz klopfte, ich habe mich automatisch umgeschaut, ob eine meiner Begleiterinnen mich beobachtete.

Schnell eine Coke Zero aus dem Regal genommen und die Pillen eingesteckt. 

"Ich geh schon mal zu Kasse."

Beides bezahlt und die Packung mit den Mittelchen schnell versteckt. 

Ich habe mich seltsam gefühlt.

Einerseits etwas verschämt, weil ich die Packung so klammheimlich mitgenommen habe, andererseits befriedigt, dass ich dem Essen nun auch noch damit entgegenwirken kann.

Es ist absolut krank, wie sehr man an Essen und Fett denkt, wenn man eben dieses verlieren will. Alles dreht sich darum, alles

Und eigentlich sollte man nicht stolz darauf sein. 

Danach bin ich auch noch ins Fitnessstudio, weil ich dann leider doch bei einer Freundin einen kleinen Muffin gegessen habe.

Ihr konnte ich nie was abschlagen.

400kcal, da ist der Muffin locker drin gewesen, die Kiwi und der Apfel ebenfalls. 

Aber dann, zuhause, abends, da passiert es immer:

Ich habe gegessen, hier was und da was und bekomme damit sicher meinen Tagesbedarf wieder rein. 

Die einzige Möglichkeit ist schlafen. 

Gott bin ich froh, wenn ich durch die Schule der Küche wieder entkommen kann. 

3 Kommentare 3.1.09 21:24, kommentieren

The bloody damn sense

Wie viele Philosphen haben sich mit diesem Thema während ihres ganzen Lebens auseinander gesetzt?

Was ist Glückseligkeit?

Wie erlangt man sie, was macht sie aus?
Wo ist es zu finden, dieses Ziel, das nicht bekannt ist, welchen Weg muss man einschlagen, wo ist überhaupt der Start?

Nie, nie ist einer zu einem Schluss gekommen, der alle befriedigt hätte!

Mit der Glückseligkeit verhält es sich wie mit der Wahrheit:

Sie ist absolut relativ.

Beides sind Erfindungen des Menschen um in dieser Welt leben zu können.

Das Leben ist grausam, tückisch und erscheint sinnlos.

 

Warum existieren wir überhaupt?

Warum tun wir uns jeden Tag den Kampf an nur um in dieser beschissenen Welt zu vegetieren?

Für Glückseligkeit und Wahrheit. 

Kein Mensch kann einem anderen seine Wünsche verübeln.

Warum also ist es falsch, wenn Glückseligkeit bedeutet schlank zu sein und dafür zu leiden?

Sicher, es ist ein Paradoxon, denn dieses Ideal, das einem vorschwebt wird nie erreicht, aber es gibt der Existenz einen Sinn.

Wer also erteilt der Welt das Recht zu entscheiden, was Glück ist, wer erteilt ihr das Recht Leute mit einer ES oder anderen Problemen zu verurteilen?

Wir alle suchen Sinn.

Ich suche Sinn

Die Welt kann mir keinen geben, also schaffe ich mir einen.

Und wenn ich dafür lügen muss bin ich nicht anders als jeder, der atmet. 

Wer spricht der lügt. 

Irgendwann passiert das immer, Wahrheit ist relativ. 

Sie wird verbogen für Frieden, Egoismus und/oder Ziele. 

Glauben kann man an nichts. 

Aber man kann dennoch leben, in seiner eigenen Welt. 

1 Kommentar 3.1.09 21:32, kommentieren

Warum tue ich mir das an?

Warum quäle ich mich jeden Tag und genieße es manchmal sogar?

Warum geht es so vielen Menschen auf dieser Welt nicht anders?

Warum sind unsere Münder von Sorgen zugeklebt, und unsere Stimmbänder mit Arroganz und Angst verklebt?

So viele machen es vor:

Kauf dir im Vorbeigehen was zu essen und genieße es. 

Kauf dir Schokolade, wenn du welche willst.

Kauf dir Kekse. 

Kauf dir dieses und jenes. 

Und denke nicht drüber nach. 

Ich mache mir gerade das Essen warm, das meine Mama gestern gekocht hat, weil ich weiß, dass ich sonst auf der Arbeit nicht wirklich klarkomme.

Die Sachen da sind alle so verdammt schwer. 

Ich habe Bedenken. 

Nach diesem Essen gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Binge oder fasten für den Rest der Zeit. 

Gestern entschied ich mich für Mr. Binge. 

Ja, ich entschied mich dafür, ich habe beschlossen, dass ich darunter leiden will, dass ich alles in mich hineinstopfe. 

Ich wollte mich eklig fühlen. 

Meine Finger waren mit Schokolade verschmiert, der Laib Brot schrumpfte und schrumpfte.

Marmelade zu der Schokolade, noch ein paar Oliven, Pepperoni, Schafskäse hinterher.

Kekse? Warum nicht. 

Dekadent, widerlich, Hass und Ekel. 

Schmerzen, im Bauch und im Hals.

Zufriedenheit?

Ja, für kurze Zeit. 

Wirst du es wieder tun?

Natürlich, was wäre das Leben ohne dass man sich im Schmerz selber spürt?

Heute könnte ich gerne ohne Essen, aber dieses Mittagsmahl muss sein, meine Mutter steht daneben.

Wird Mr. Binge, der sich gestern zufrieden schlafen gelegt hat wieder aufwachen oder lässt er mich endlich in Ruhe wieder hungern?

Und immer und immer wiederm egal was ich tue, fasten oder fressen, stellt sich wieder die Frage von Anfang. 

Die Frage die hinter allem steckt:

Warum?

Was ist das für ein Leben?

Na ja...irgendeins eben. Es ist nicht vegetieren, es ist ein Sinn.

Einer, der dich leiden lässt, aber du weißt du bist noch da.

 

3 Kommentare 6.1.09 14:32, kommentieren

Kein Verlass

Schule ist ein Arsch.

Da habe ich mich doch glatt gefreut wieder Ablenkung in der bekannten Hölle zu finden und dann fallen einfach die ersten vier Stunden aus und ich sitze doch wieder zu Hause. 

Was ist mit dieser Welt los, dass man sich nichtmal mehr auf die gewohnten Grausamkeiten verlassen kann?

Hab dann auch gleich erstmal sehr ausgedehnt gefrühstückt...aber ich scheine grade die Kurve zu kriegen, weil ich seit 'ner 3/4 Stunde in der Küche sitze ohne zu essen. Yay. 

Hört ihr die Begeisterung? -.-

Ich kann mich langsam echt nicht mehr im Spiegel anschauen...52,5 sind 10,5 kg zuviel. 

Bis zum Sommer muss ich echt reinhauen. Und zwar nicht in den Kühlschrank!

Durch diese verdammte Depression werde ich langsam ziemlich aggressiv. 

Und dann ist da heute noch mein Sportkurs in dem ich mir immer so verdammt unfähig vorkomme und nicht weiß, was ich machen soll. 

 Ich würde meine Zeit lieber im Fitnessstudio verbringen.

 

 

7.1.09 10:43, kommentieren

Kleiner, runder Wasserball

Ich komme mir vor wie ein kleiner, runder Wasserball, der auf dem Meer vergessen wurde.

Die Wellen peitschen ihn hin und her und er hat keinerlei Einfluss darauf, wo er landet. 

So ist es doch auch im Leben.

Wenn das Leben beschließt, dass es dir Scheiße gehen soll, dann geht es dir einfach scheiße. 

Mach was du willst, es bringt eh nichts. 

Es verstärkt einfach den Wind und die Wellen werden größer. 

Ich glaube so eine Einstellung nennt man Fatalismus...oder Depression. 

Wie auch immer man es nennen will, ich kann drauf verzichten.

Meinetwegen kann ich ja depressiv sein, aber dann bitte fastend depressiv und nicht fressend depressiv. 

Also Madame Leben, schnapp dir Mr. Binge und lass mich mein jämmerliches Leben in Reinheit verbringen.

Und ich lächele in der Schule brav weiter.

Ich schauspielere und lächele bis die Mundwinkel wehtun.

Falsches gezwungenes Lächeln kann Depressionen hervorrufen...hahaha. 

Ist egal, hab ich schon, aber danke für den Hinweis Sat1.

Gleich muss ich wieder los, Geschichte, Bio, Englsich, Doppelstunde Sport. Yay.

Ein wunderbarer Start in die Schulzeit.

Und ich muss daran denken meinen MP3-Player neu zu bespielen, mich weiter um mein Zimmer zu kümmern, 2 Bücher in der Stadt abzuholen, ins Studio zu gehen und mich weiter auf die Schule zu konzentrieren. 

Nur die Antriebslosigkeit musste kurz verschwinden. 

Leider ist sie nicht motiviert. 

Aber ich lächele weiter.

Happy ever after. 

Weinen kann man Abends im Bett, wenn man hysterisch wird und einfach nur weg will. 

Happy ever after

Tagsüber. 

Aber frage nicht, was hinter geschlossenen Türen geschieht. 

Unhappy ever after. 

 

 

 

7.1.09 10:55, kommentieren

Diät-Ticker - Sichtbar abnehmen

 

Es waren auch mal 48. 

Aber ich versuche mich in Disziplin zu üben. 

Alles ist so hoffnungslos, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. 

Ich will nicht mehr in dieser Haut stecken. 

"Sacrifice is giving up something good for something better"

Ich versuche wieder meine alte Form zu finden, schlank zu werden. 

Ich muss stark werden, sonst bricht mein schwaches Selbst ganz ein. 

Und ich fange an zu dem Gott zu beten, an den ich nie geglaubt habe, dass er mich endlich aus dieser verfickten Nichts-Situation rettet. 

Aber wahrscheinlich muss ich es doch selber tun. 

Jeder Mensch steht in seiner ärgsten Not am Ende alleine. 

7.1.09 17:41, kommentieren