Archiv

Der Traum

Der Traum handelt von einem hübschen schlanken Mädchen.

Sie steht bei ihren Freunden, die zwar nicht die beliebtesten Leute der Stufe sind,aber dafür die unverzichtbare Eigenschaft der Ehrlichkeit besitzen. 

Sie ist gewitzt, intelligent, sarkastisch und zynisch aber dabei keineswegs unfreundlich zu denen, die sie schätzt.

Sie ist verlässlich, organisiert alles mit Freude, sie hat alles im Griff. 

 Und die Wahrheit?

 Augenringe.

Kein Übergewicht, aber für ihren Geschmack viel zu viel.

Sie war mal dünner.

9 Kilo dünner. 

Selbstbewusstsein, Selbstwert? Was ist das?

Lachen? Ja bitte, aber nur der Mund, selten die Seele.

Aufgeschlossen? Zur Zeit eher zurückgezogen.

verständnisvoll? Ja, das schon. 

Zynisch und sarkastisch? Ja.

Ohne zu verletzten? Nein, leider nicht. 

Alles im Griff? Keinesfalls. 

 Im Gegenteil.

Nicht ist im Griff. 

W O  kommt die Kotzerei her?

Meine Speiseröhre tut weh.

1 Mal vor zwei Tagen.

3 Mal gestern. 

1 Mal heute. Mit Mühe. Es wäre mehr gewesen hätte nicht alles so gebrannt.

So sollte es nicht sein.

 Aber es zu lassen scheint auch nicht zu gehen.

Es ist Angst und Verführung zugleich. 

Soviel das man rückgängig machen kann.

Soviel Essen das nicht zählt.

(So viel essen das man ohne vllt gar nicht essen würde)

Sie muss sich nur selbst erniedrigen. 

Aber tut sie es nicht jeden Tag?

Sie lebt im Zeitalter der Emanzipation aber reduziert sich selbst auf  ihren Körper. 

 Sie ist nicht empfänglich für Ratschläge.

Sie enttäuscht. 

Alle und sich. 

Sie ist ich. 

1 Kommentar 1.3.09 21:54, kommentieren



9x Bäh!

Ich HOFFE inständig, dass dieser Schei* funktioniert.

Die 9x-Diät verspricht - wie so viele- einen schnellen Gewichtsverlust. 

Ich biete mich als Versuchskaninchen an. 

Mir ist alles recht, um wieder Fett loszuwerden. 

Im Zuge besagter Diät habe ich heute 9 Würstchen gegessen.

9!

Das ist nicht nur viel an Kalorien, sondern auch viel Fleisch und ich bin kein Würstchenfan...

Ich hoffe dieses Opfer ist nicht umsonst...

...aber wenigstens kotze ich während einer Diät nicht. 

Und sie geht noch bis Samstag.

Wenigstens meine Speiseröhre wird es mir danken und ich kann mich wieder auf einen festen speiseplan konzentrieren- ob er mir passt oder nicht. 

 Dummerweise heißt das auch, dass es Freitag keinen Wein gibt, für mich.

Schade, Schade. 

Die letzten Wochenenden dicht zu sein war angenehm. 

Locker leicht. 

Sorgen vergessen und danach kurz den Mageninhalt verabschieden. 

 Sowas nennt man dann wohl gezielte Selbstzerstörung.

Das Dumme ist...ich könnte es schon wieder tun. Kotzen. 

Aber ich kämpfe dagegen an. 

Nach der Diät muss ich mir dann einen anderen Grund suchen es nicht zu tun.

Denn in meinen Huntergedanken plane ich schon alles...

1 Kommentar 5.3.09 18:17, kommentieren

ZU viel

Ich brauche ne Pause.

Erst mal. 

Ich bin alle. 

Aber ich muss mich dringend auf die Schule konzentrieren. 

Und auf andere Dinge. 

Ich muss klarkommen. 

Es wird Zeit. 

Es wird allerhöchste Zeit. 

Ziele. Lauf ihnen hinterher! Streng dich an! Steht auf. 

Ich bin durch. 

Total durch. 

Ich weiß nicht, wann ich wieder schreibe.  

Aber mir fehlt Zeit, Konzentration, Freiheit. 

Ich weiß nicht, was der Morgen bringt. 

Haptsache kein grau. 

10.3.09 21:43, kommentieren

Die Schnauze gestrichen voll!

Ich kann's nicht mehr sehen!

Alles wabbelt, alles wackelt, alles ist so "wunderbar" sichtbar. 

Ich kann's nicht mehr hören. 

Ich nöle und nörgle, ich weine, ich mecker, ich jamme, ich sage "morgen."

 Ichs chwelge in Erinnerungen.

Und esse.

Es ist langsam Zeit damit aufzuhören.

Schluss jetzt. 

Ich habe die Schnauze voll von allem, meinem Fett, meinem Gemecker und vor allem meinem Selbstmitleid. 

Entweder ich nehme wieder ab oder ichw erde fett.

 

Anders wird es nicht gehen.

 

18.3.09 16:35, kommentieren

Dog-Panic

Ich liebe meine Hunde.

Aber einer von ihnen hat mich heute fast umgebracht.

Todesart: Herzinfarkt.

Ich kam nach Hause und stellte fest: Eltern nicht da.

Hm.

Gut...

Wollte Facharbeit machen und habe stattdessen gegessen, gegessen und schleißlich eher gefressen.

Ich fühlte mich voll, widerlich, dachte nur ans kotzen. 

Gleichzeitig war da die Angst, dass meine Eltern gerade dann kommen.

Habe dann meinen Vater angerufen, der meinte sie seien einkaufen und in etwa 20 Minuten wieder da.

Ich dachte mir "Da kann man noch was schaffen"

Schnell ins Bad, Radio an als Zeitmesser.

Fertig.

Radio aus.

Schock: Im Wohnzimmer läuft PLÖTZLICH der Fernseher.

Herzrasen!

Sind meine Eltern da?

Haben sie alles gehört?

Du warst laut, du dachtest du seist alleine...

Du bist so dumm, so unglaublich DUMM!

Aber du  hast den Fernseher nicht gehört, vielleicht haben sie dich dann auch nicht gehört.

Ich gehe raus. 

Angst.

Blick nach links: Nichts.

Blick nach rechts: Nichts.

Blick nach unten: Der Hund kaut auf der Fernbedienung herum.

So eine Scheißangst hatte ich in meinem Leben noch nie.

Und ich danke meinem Hund dafür dass er mir mal klargemacht hat auf was für einem schmalen Grad ich mich bewege. 

21.3.09 16:59, kommentieren

Himmelhoch jauchzend- zu Tode betrübt

Ich habe angefangen den Steppenwolf von Hermann Hesse zu lesen und dieses Buch spricht mir aus der Seele.

Dieses Gefühl, geteilt zu sein, nicht eins, aus Seiten zu bestehen, die einander nicht leiden können und so streitsüchtig sind, dass sie niemals gedenken würden sich zu vertragen. 

Die Freude, die erstickt wird von der Bösartigkeit der Trauer, die nicht überlebt unter der Wucht meiner Wut. 

Wohin soll ich mich flüchten, wenn es nicht mal in meiner Seele einen Erker gibt, in dem ich mich zuhause fühle. 

Sei es Leid, sei es Freude, wobei das letztere mir natürlich lieber wäre. 

Aber ich bin ein Landstreicher im eigenen Körper, nicht in der Lage zu kontrollieren, nicht in der Lage sesshaft zu werden.

Ich will hungern, ich will essen. 

Ich will Askese, ich will nicht verzichten.

Ich will alleine sein, aber fürchte die Einsamkeit. 

Wie oft habe ich heute überlegt, ob ich wirklich auf die Party heute gehen soll?

Ich wollte keine Menschen sehen, die meinen Körper betrachten, die vielleicht sehen könnten wie betrübt ich bin, die sich gestört fühlen, mich weiter runterziehen.

Ich wollte nicht alleine sein, nicht wieder so viel denken müssen, nicht weiter vereinsamen und Geliebte vernachlässigen. 

Ich wollte schlafen.

Ich wollte rennen. 

Ich wollte schreien, weinen, zerschlagen, lachen. 

Alles in einem Strudel aus Emotionen, der sich verändert mit jeder Sekunde. 

Aber ich habe mein Schicksal für heute besiegelt. 

Nina kommt vorbei.

Daran gibt es nichts zu rütteln.

Und wahrscheinlich ist es besser so...einen Abend der Zerstreuung zu suchen auch wenn die bittere Wahrheit ist, dass ich trotz der Erfindung der seeligen Verdrängung nie in der Lage sein werde mich vor mir selbst zu verstecken. 

 

2 Kommentare 27.3.09 19:01, kommentieren