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Aufwärts?

Huch, ist das lange her, dass ich hier das letzte Mal geschrieben habe^^

Computer und Internet waren zeitweise kaputt...jaja die liebe Technik, aber was will man machen?

 Ich hatte mir ja bereits vorgenommen weniger zu jammern und teilweise funktioniert es sogar.

Wahrscheinlich liegt es daran, endlich mal wieder Sonne und Wärme tanken zu können, wieder Leben draußen wahrzunehmen und dieses auch ein wenig in den eigenen Körper aufnehmen zu können. Und endlich wieder Zeit für Sport. Die Bewegung tut mir sehr gut und bisher sind auch einige Pfunde wieder geschwunden.

Meiner Meinung nach bin ich zwar immer noch viel zu rund, aber ich habe mir fest vorgenommen nicht  wieder so viel aus Frust zu fressen. 

Immer schön affirmativ denken:

Mit jedem Tag, den ich mich bewege und nicht fresse werde ich dünner. Jeden Tag.

 Bisher funktioniert es so ganz gut, ich kann nur hoffe, dass der nächste Depressionsschub noch ein Weilchen auf sich warten lässt. 

 Bis dahn versuche ich guter Dinge zu bleiben.

1 Kommentar 9.4.09 12:37, kommentieren



Eine herrliche Nacht

Der erste nicht komplett depressive Eintrag seit langem:

 

Heute Nacht war einfach super. 

Ich denke immer noch, ich bin haesslich und fett, aber scheinbar reicht es dennoch aus um mit meiner Liebsten die ganze Disko unsicher zu machen. Ich kauf mir nen roten Teppich und das schlimme ist, es gäbe ich Trottel, die ihn für uns ausrollen würden.

Ich weiß auch nicht, warum ich auf der Tanzfläche mit Darling zu 50% des Tanzflächen-Quoten-Schlampen-Duos gehöre- bestehend aus ihr und mir. 

Plötzlich ist da Selbstbewusstsein und im Nachhinein komme ich mir wirklich scheiß arrogant vor. Aber es ist Urlaub von mir selbst. Solange keine Spiegel da sind kann ich tanzen, tanzen- die ganze Nacht.

Mir Bestätigung holen bis die Füße qualmen. 

Die zweite Person in mir, die es früher häufig gab und jetzt nur selten. Und egal zu was für einem Biest ich auf der Tanzfläche mutiere- Ich genieße es. Jedem Atemzug, jede Bewegung. Jedes Räkeln. Alles. 

Jeden Bass, jeden Beat. Einfach loslassen. 

Wunderbar. 

1 Kommentar 13.4.09 04:24, kommentieren

Willkommen Thekla

Yeah, ein Nicht-depri  - und nicht-es- Eintrag.Wie lange ist das her?

 

Ich glaube die Leute, die mich heute gesehen haben hielten mich für total bescheuert. Ich bin rückwärts durch die Stadt gelaufen. Ja. Rückwärts. Ich weiß...

Aber wenigstens hatte ich einen Grund dafür! Und zwar mein mangelndes räumliches Vorstellungsvermögen. 

Mit Sicherheit kommt nun die Frage auf, was mangelndes räumliches Vorstellungsvermögen damit zu tun hat. dass man einfach falsch herum durch die Stadt rennt.

Das Terrarium hat nicht in den Rolli gepasst. 

Ich habe heute meine Thelöa abgeholt. Grammostola rosea. Sie ist haarig, nahezu fluschig und geht trotz acht Beinen selten rückwärts. Ja. Eine Vogelspinne. 

 Ich laufe also durch die Stadt. Rückwärts. Mit einem Terrarium. Und einem Oma-Rolli.

Aber ich hatte Spaß.

Thekla sitzt jetzt aufmeiner Kommode und ist beleidigt.

Aber das legt sich schon.

bon nuit.

4 Kommentare 24.4.09 20:45, kommentieren

Schwebezustand

Ich befinde mich in einem Zustand seltsamer Schwerelosigkeit von dem ich nicht sagen kann, ob er für mich den Himmel oder doch wieder die Hölle darstellt.

Ich sehe alles wie von außen, nichts dringt wirklich durch. Ich antworte, ich spreche ich fühle auch Dinge, aber nicht im tiefsten Inneren, nicht mit der vollen Intensität und Schlagkraft, wie ich es gewöhnt bin.

Ich gehe nach draußen, ich höre die Vögel, sehe das Grün, rieche das Leben und habe das Gefühl darin aufzugehen und mich aufzulösen, mit dem wind zu fliegen und in den Kronen zu liegen. Diese Momente sind wunderbar.

Aber wenn ich mich dann umdrehe und wieder den Beton sehe, dann erfüllt mich eine seltsame Trauer und die Angst, dass diese grüne Welt, die mich einlullt nicht wirklich da ist, sie ist eingeengt. Und ich habe nicht das Gefühl Teil dessen zu sein, was man Zivlisation nennt.

Und dann ist da etwas in mir, das versucht wieder ganz normal zu leben. Ich habe jemanden wiedergetroffen, den ich lange nicht mehr gesehen habe, habe von ihm geträumt und frage mich, ob es das ist. Ob es eine Gelegenheit ist zu versuchen, ob ich nicht doch einen Menschen lieben kann. Oder ob es nicht doch wieder die Suche nach einem Anker ist, die mich irgendwann anöden und langweilen wird.

Am Wochenende hing ich kotzend über dem Bordstein. Bei einer sehr guten Freundin. Es war mir peinlich, aber es drang nicht durch. Es war als wüsste ich, dass es mir peinlich ist, dass es auch so sein sollte, aber als würde ich es nur in einem Buch lesen dessen Schreibstil so mittelmäßig ist, dass man sich in den Charakter nicht vollkommen hineinversetzren kann.

 Und dann immer wieder der Körper und das Essen.

Einerseits führt dieser Schwebezustand dazu, dass ich mich leichter fühle und andererseits ist es, als nähme ich von meiner Außensicht jedes Gramm noch schlimer war.

In dieser welt mache ich soviele dumme Sachen. Rauchen, kotzen, andauernd neue Partyaufrisse. Wirkt es wohl so als würde ich in vollen Zügen leben?

Denn eigentlich ist es nur der verzweifelte Versuch genau das zu erreichen, aber ich fühle mich so, als stünde ich woanders.

es ist nicht schlecht, es ist nicht gut. Es hat wunderbare Momente und grausame. Aber es wäre einfach schön zu woran, ich bin und vor allem, warum ich bin.

28.4.09 12:08, kommentieren