Männer!

Jaaaa, das Lieblingsthema fast jeder Frau:

Männer.

Männer sind der Grund, warum ich mich manchmal selber hasse.

Denn ich mache sie immer kaputt. 

Ich nenne es liebevoll meinen kleinen Männerfriedhof. 

Und ich erweitere ihn nicht gerne. 

 Muss aber. Leider.

Lächerliche Grausamkeiten, das bin ich und das ist das, was ich tue. 

Seit vier Monaten habe ich tatsächlich eine Beziehung. Neuer Rekord und an sich was Gutes, sollte man meinen. 

Aber hier kommt wieder mein Talent zum Tragen:

Bring doch einfach mal den Mann zum fühlen, der als DAS Arschloch bekannt ist. 

Super, jetzt baut er mir einen Schrein, aber ich wollte einen Mann, dem ich einen Schrein bauen kann.

Wem soll ich jetzt mein Denkmal widmen?!

So viele Frauen wollen einen Gentlemen, einen Kavalier, einen, der ihnen liebe SMS schreibt und der niedliche Fehler hat. 

 Und das ist es, was ich hasse!

Masochismus? Kann sein.

Überheblichkeit? Wahrscheinlich, denn ich will einen, der "mir gewachsen ist".

Und während er sich für perfekt hält sehe ich jeden einzelnen Fehler so klar, als würde ich ihn mit einer Lupe betrachten.

Er liebt mich, seine Familie liebt mich, alles super.

Nur, dass sie nicht wissen, was für eine Hexe ich bin.

Oder gerne wäre, denn mein Gewissen beißt und zwickt und es wird umso schlimmer je mehr es abwesend ist und ich es aus Pflichtbewusstsein zusammen mit ein paar Freunden zurückbitte. 

Vielleicht schwelge ich ja gerne im Selbstmitleid?

Mit Problemen protzen um anderen zu entgehen ist manchmal eine gute strategie. 

Aber es tut mir weh, Menschen zerbrechen zu sehen, aber es lassen?

Geht nicht. 

Aus Vernunft zusammenbleiben, damit er nicht leidet?

Unsinnig und unfair.

Aber die Feigheit, die bleibt, die Angst vor der Verantwortung kommt dazu und ich beginne mich zu drücken. 

Warum gerade in der Weihnachtszeit?

Gerne würde ich mein Gewissen verkaufen, dann ginge es mir besser.

Die Vorraussetzungen zum Vamp zu werden vertragen sich nicht mit extrem moralischen Vorstellungen, das muss ich immer wieder feststellen. 

Aber der Flirtmodus lässt sich so wenig abschalten, wie das Gewissen...

Ach wie schön, dass das Internet so anonym ist, denn ich fühle mich wie eines dieser seltsamen verbitterten Weiber in schlechtgeschrieben Frauen-Power-Romanen und das ist wirklich erbärmlich.

Ein Tiefpunkt im Selbstbewusstsein. 

Vor allem, wenn der zweite Mann dazu kommt...

tbc

 

3.12.08 18:36

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen