Die Leichtigkeit des Seins.

Ich fühle mich geschlaucht. Leer. Und doch so wütend.

Die Prüfung heute hat in mir dieses Gefühl gesäät unfähig zu sein.

Es lief doch eigentlich nicht schlecht. Aber es hätte besser sein können, besser sein sollen.

Wozu diese Anstrengungen, wenn es sich nicht zu lohnen scheint. 

Aber aufzuhören ist Schwäche und die gestehe ich mir zu oft ein. 

Und jedesmal danach möchte ich es aus mir herauspumpen, dieses nagende Gefühl, dass ich mich wieder selber hinters Licht geführt habe. 

Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. 

Ein kleines Mädchen, dass nach Aufmerksamkeit schreit, sich selber einredet den Wunsch nach Perfektion zu haben, sich aber nie an selbstgesetzte Vorschriften hält, weil es eigentlich weiß, dass es  mental gesund ist?

Normal. Nicht besonders. 

Oder jemand der wirklich Probleme hat und sie sich nicht nur einbildet?

Ich bekomme jedes Mal den Wunsch zu hungern, wenn es nicht so läuft, wie ich es geplant habe, wenn es sich meiner Kontrolle entzieht und ich nur noch diese schönen, schlanken Frauen sehe und mir denke: 

Wenn du wenigstens schön wärest, wäre es vielleicht nicht so schlimm. 

Und es kann nicht schnell genug gehen...ich habe keine Geduld und werde umso wütender. 

Dann esse ich wieder und sehe in den Spiegel.

Für zwei Tage ist es okay und dann beginnt der Hass auf das gläserne Objekt erneut oder besser der Hass auf das, was sich darin spiegelt. 

Und ich sehne mich nach der Konsequenz und Disziplin "nein" zu sagen, wenn mir jemand etwas zu essen gibt. 

Aber sie sehen mich so bittend an und ich will sie nicht vor den Kopf stoßen. 

Dann steht mir das Essen bis zum Rand meines Halses aber ich kotze nicht, denn ich will sie nicht verletzen, die Leute um mich herum. 

Ich sehne mich nach einer eigenen Welt in der ich selber bestimme und mein Wunsch nach Harmonie mich nicht davon abhält gegen meinen Willen zu handeln. 

Ich friere so entzentlich doll und hoffe immer noch auf Klarheit in meinem Kopf. 

Ich stehe auf keiner Seite. 

Mein Kopf ist nicht gesund aber krank, das ist er ebenso wenig. 

Ich weiß nicht wo ich stehe, ich weiß nicht, was ich will. 

Ich sehne mich nach der Leichtigkeit von Körper und Geist. 

6.12.08 18:18

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