Fernsehen und die "Fatpatrol"

Sind sie euch aufgefallenen?

Diese parallelen, widersprüchlichen Abläufe?

Im Fernsehen, in der Politik, im Internet.

Die zweigesichtige Gesellschaft.

Sei schlank, sei schön, sei schlau, sei besser, gerissen und clever, kaufe dies und jenes für Erfolg.

Sei du selbst, stress dich nicht, sei nicht ungesund dürr.

Stoooooooop!

Moment! Was?

Die Medien sagen uns, was wir sein sollen (schön, schlank s.o.)

Die Politik sagt uns etwas anderes.

 Wir dürfen auch mal gegen den Strom schwimmen, wir dürfen zu dick sein, denn zu dünn ist schon in einigen Ländern strafbar.

Aber was sagt denn nun die Gesellschaft in der wir leben?

Was erwartet sie von uns?
Überall lauern ihre kleinen Fallen, man weiß nie, wer von welcher Meinung überzeugt ist.

Wo sollen wir Jugendlichen dann noch unseren Platz finden?

Und dann das Internet.

Willst du etwas verkaufen, wirb mit Sex.

Einfach, praktisch, gut. Sex sells.

Aber stop!

Seit neuestem gibt es, wie viele sie nennen, die "Fat Patrol".

"Diese halbnackten Frauen sehen ja alles anorektisch aus!"

"Die braucht mehr auf den Rippen!"

"Widerlich dieser Voyeurismus!"

Das wird auch über Frauen normalen Gewichts gesagt.

Warum?

Weil Essen nicht zur Kultur, sondern zum Lifestyle erhoben wurde.

Denke nach, wie viele Sendungen über Essen laufen auf den kommerziellen Sendern.

Ganz spontan?

5...6...mehr?

Essen soll mehr als Kultur werden, Essen soll deine Beschäftigung sein.

Und deswegen gibt es die Fatpatrol, die den armen dünnen Menschen sagt, dass sie etwas essen müssen.

Danke, Fatpatrol.

Ohne euch hätte ich nie gelernt, dass er Stoffwechsel Energie aus Nahrung braucht.

Und danke, dass ihr häufig übergewichtig seit und deswegen einen sehr seriösen Eindruck vermittelt.

Wirklich.

10.12.08 21:24

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