Noch unbenannt (von mir)

In ihrem Kopf,

da haust ein Aal,

glitschig, fett und schwammig,

gräbt sich durch die Schläfenlappen

in ihren Kopf hinein, 

tief hinein.

Dörrt ihn von innen aus, 

zieht alle Energie heraus

was rein soll, schmeßt er raus,

was raus soll, wirft er rein.

Schmerzen spürt sie hier und dort,

doch weiß sie nie woher genau.

Denn der Aal, er flüstert tückisch

süßes, saftiges, sorgenvolles Leid

in ihren Geist. 

Kontrolle ist es, glaubt sie

Abhängigkeit ist es, weiß der Aal-

Frieren tut sie jeden Tag

und hungern ohnehin,

denn ausgebrannt ist sie bis auf die Knochen

frei von Fett durch's kochen

besteht sie nur aus ihrem Geist und der Aal, er sagt, das heißt:

"Jetzt weißt du, 

wo du stehst

und was du bist, denn du bist, was du isst:

Nichts!

Du verschmähtest stolz das täglich Brot

und meine Belohnung folgt auf mein Geheiß:

Es ist der Tod.

Die Schönheit dieser Welt hab' ich dir verwehrt,

sogar das Leid vermehrt,

denn ich lebe hier

in dir

in deinem Kopf

in jedem Topf in dem das Essen kocht.

Du hattest viel,

jetzt has(s)t du mich allein,

denn sie alle", so höhnt er,

"empfanden es zu schwer,

zu ertragen, was du bist.

So ist mein Lohn der einizg richtige

und dein Schicksal selbst gewählt.

Denn du entscheidest dich für mich

mit jedem Bissen, den du unterlässt

So ist mein Lohn

gerecht. 

12.12.08 11:06

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