Scham

Ich fürchte diese Kategorie ist zu einer Art Ess-Tagebuch geworden...bitter.

Bitter ist vor allem mein verficktes Leben, meine verdammte Unfähigkeit. 

Ich habe so viel abgenommen in der letzten Zeit, so konsequent habe ich durchgehalten und allen Widerständen getrotzt. 

Aber gestern und heute krachte meine Welt zusammen.

Einfach so war alles zunichte. 

Nur wegen eines jämmerlichen Geburtstages. 

Den ganzen Tag vorher habe ich schon gezittert und mich geekelt.

Ich hatte Angst. 

Zu recht. 

Denn ich habe gefressen, so unglaublich viel. 

Und heute auch. 

Ich hatte das Bedürfnis mich zu bestrafen indem ich  noch mehr fresse und mir damit klar mache, was ich meinem Körper damit antue. 

Morgen werde ich mich auf die Waage stellen und dann erkennen, dass es wieder auf die 50 zugeht statt auf die 47

Ich habe mir schon die Finger in den Hals gesteckt, aber ich bin einer dieser Mensch, die davon nicht brechen, egal wie tief ich den Finger, die Zahnbürste oder sonst etwas hineinschiebe. 

Ich bin so erbärmlich, dass ich nicht einmal erbrechen kann, obwohl ich das Gefühl habe danach wird alles besser sein. 

Aber ich fresse weiter den gazen Tag, mir ist jetzt schon schlecht, richtig schlecht.

Und heute wird gebacken und ich werde Teig probieren und Kekse und ich werde mich hassen.

Ich werde wieder die schöne glänzende Schere nehmen, wenn ich alleine bin und mir wieder diese Wörter auf den Schenkel zeichnen. 

Und dann kann ich hoffentlich wieder durchhalten, dann kann ich wieder Sport machen und nicht essen.

Bis zum nächsten EInbruch, aber bis dahin habe ich sicher etwas gefunden, dass sogar meinen eisernen Körper brechen lässt.

Und proportional hoffe ich dass meine Wille stärker wird.

Wenn ich meinen Körper kontrollieren kann, dann bekomme ich auch den Rest in den Griff.

 

20.12.08 16:26

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