Im Zeichen des Rhododendron

Ich werde mir eine Rhododendronblüte tattoowieren lassen.

 

Ich habe mich die letzten Tage fast gut gefühlt. Ich wusste zwar immer, dass da noch etwas in mir drin ist, das immer wieder versucht seine Klauen nach mir auszustrecken, aber ich beachtete es nicht. Ich hatte etwas zu tun, etwas auf das ich mich konzentrieren konnte. 

Und natürlich passierte das, was unausweichlich passiert, wenn ich mich fast gut fühle- ich übernehme mich. 

Und wieder habe ich jemanden bitter enttäuscht. 

Es wäre sehr viel einfacher, wenn U. mir meine Fehltritte übel nehmen würde, wenn sie so richtig, richtig sauer wäre- 

Denn Zorn verfliegt. 

Er wallt in einem auf, verzehrt und verbrennt alles, aber er kühlt auch wieder ab und dann wachsen neue Pflanzen. 

Aber sie sagt, sie übernähme meine Probleme zu sehr auf sich. Es belaste sie auch. Vor allem, dass sie nichts tun könne.

Aber dieses nichts tun können enthebt sie eigentlich jedweder Verantwortung. Aber sie sieht es nicht ein. Für sie ist alles nur enttäuschend 

Und es ist meine Schuld. Ich darf nicht wütend auf sie sein, denn sie ist einfach zu senibel um mein Leben zu verstehen. 

Und wie ich so Abends an diese Freundin dachte von der ich nicht weiß, wie lage sie das noch sein wrid, denn wir haben erst einmal Funkapause, da dachte ich wieder an meine geliebte Hündin. 

Es ist komisch, aber dieses Lebewesen habe ich so geliebt, wie kaum einen Menschen. 

Es war als wäre dieser Hund direkt aus meiner Seele gekommen, so bekloppt und pathetisch das klingt. 

Abby hat meine Mutter mehr geliebt aber ich hatte trotzdem das Gefühl dass sie mich verstanden hat. Sie hat mich immer so verstädnisvoll angesehen aus ihren dunklen Augen, in denen man noch all diesen Schmerz sehen konnte den sie durchlitten hat.

Die Schläge die man ihr zufügte, die Gewalt.

Und dahinter, da lag das Vertrauen. 

Ich war die erste die sie anfassen durfte. 

Ich lag nachts mit ihr auf dem Teppich und habe Fernseh gesehen. ich habe immer an Abby geglaubt.Und wurde nie enttäuscht. Sie hat ihre Angst besiegt so weit sie konnte, hat immer an sich geareitet.

Und dann kam der Tag an dem ich so viel zu tun hatte und ihr versprach sie abends richtig zu kraulen.

Als ich abends wieder kam, war sie bereits überfahren worden. 

Sie hat sich unter einen Rhododendronbusch geschleppt und verstarb. 

Ich weiß nicht wie groß ihre Schmerzen waren, ob sie verängstigt oder einsam war. Ich konnte mich nicht verabschieden. 

Das einizge was ich tun konnte war ihr den Teil von mir, der mit ihr gestorben war mitzugeben. 

Und seit dem weine ich jedes Mal wenn ich an sie denke. 

Trotz der 8 Monate, die es her ist. 

Das Tattoo ist für sie. 

11.5.09 15:26

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