Funkstille

Warum ich so lange nicht geschrieben habe?

Ich weiß auch nicht. 

Mangelnde Motivation, schätze ich. Außerdem kotzt mich mein Design an. Mal sehen, ob ich da eine Lösung finde. 

Ich habe hier gerade nachgesehen und festgestellt, dass mein letzter Eintrag nach K.s Tod geschrieben wurde. Danach gar nicht mehr.

Wahrscheinlich, weil etwa zwei Monate darauf ein Kind starb, dass ich auch recht gut kannte. Ich bewohne sein altes Zimmer... das ist ein komisches Gefühl.

 Letzte Nacht habe ich von ihm geträumt. Er sagte "Warum ist immer alles so anstrengend. Ich will doch nur Leben."

Anstrengend... Oh ja. Das Abitur ist anstrengend, das Leben ist anstrengend. 

Es ist nicht so, als ginge es mir richtig schlecht, kann ich wirklich nicht behaupten. 

Ich war schon depressiver, ich war schon mehr vom Essen besessen...mehr vom Schluss machen...

Es gibt hier Menschen, die mir helfen. Zeitgleich setzten sie mich unter Druck. 

Sie lieben mich, meine Eltern, mein Onkel, meine Freunde und mein Freund. Ich liebe sie.

Für sie möchte ich lachen, schön sein, gesund sein, erfolgreich sein...

... und für mich?

Für mich will ich das gleiche, aber anders.

Ich will dünn sein. Aber wie? Jeder behält mich im Auge sobald ich über einen Kilo meines "Normalgewichts" (Gott, wie ich dieses Wort hasse) meckere. Also esse ich. Ich esse meine Seele, denn ich komme mir vor wie eine Skalvin. So oder so. Eine Sklavin der Schönheit, wenn ich das Essen verweigere, eine Sklavin des Opportunismus, wenn  alles reinpresse. 

 Erfolgreich will ich sein... und habe keine Ahnung wie. Eine grobe ja, aber ich kann es nicht kleinschrittig sehen, kann mich nicht über Studiengänge erkunden, ohne in Panik auszubrechen.

Gesund... tja, in wie weit bin ich das? Ich lebe immer noch in meiner Traumwelt, in der ich eigentlich jemand anderes bin. Nur diese Traumwelt ist es, die es schafft, mich irgendwie "normal" sein zu lassen. Das bin ja nicht ich, rede ich mir ein. Ich kann das ja ändern. Bestimmt. 

Kurzum: Ich stehe einfach auf der Stelle. Im nichts. Im GRAU.

Es ist nicht weiß, wie bei den Glücklichen, wo man strotzt vor Glück. Was nicht heißt, dass ich nie lache. Aber es hinterlässt einen hohlen Beigeschmak sobald der Moment des Lachens vergangen ist und man nicht weiß, was der nächste bringt. 

Es ist nicht so schwarz, wie es war, als es mir richtig dreckig ging. Sollte ich das nicht gut finden?

Schon, aber wodurch definiere ich mich denn? Ich renne vor und zurück. Ich renne zum weißen Bereich und habe soviel Angst davor, dass ich wieder umdrehe und schnell wieder in Richtung schwarz haste. aber vor diesem Bereich stehen Menschen, die mich dahin nicht zurücklassen. Sie bringen mich aber auch nicht ins Weiße.

Sie nehmen mich gefangen im GRAU.

Und das macht mir Angst. 

19.3.10 10:48

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