Lächerliche Grausamkeiten

War da ein Wort namens Mitleid?

Ich neige dazu immer mir die Schuld zu geben.

Nur mir.

Das ist nicht normal, aber ich beziehe alles auf mich.

Aber jetzt hat er es geschafft, mein baldiger Ex-Freund.

Hat es geschafft, dass mein Mitleid sich reduziert.

Wieso bin ich nicht eher darauf gekommen, seine Unzuverlässigkeit  als Grund für das Ende vorzuschieben?

Er merkt nicht, wie scheiße es mir geht.

Alles ist perfekt.

Denkt er.

So zum kotzen perfekt.

Und er kann ja jedes Wochenende saufen und mich deswegen versetzen, er ist ja so ein guter Fang, dass ich mich nie von ihm trennen könnte.

Vielleicht zerstöre ich ihn, aber ich nehme es in Kauf, denn ich muss lernen an mich zu denken!

Trotzdem schlägt mein Herz jetzt höher

Ich habe trotzdem noch Angst was passiert.

So sauer ich bin, aus meiner Haut schlüpfen kann ich nicht.

10.12.08 21:12, kommentieren

Werbung


Männer!

Jaaaa, das Lieblingsthema fast jeder Frau:

Männer.

Männer sind der Grund, warum ich mich manchmal selber hasse.

Denn ich mache sie immer kaputt. 

Ich nenne es liebevoll meinen kleinen Männerfriedhof. 

Und ich erweitere ihn nicht gerne. 

 Muss aber. Leider.

Lächerliche Grausamkeiten, das bin ich und das ist das, was ich tue. 

Seit vier Monaten habe ich tatsächlich eine Beziehung. Neuer Rekord und an sich was Gutes, sollte man meinen. 

Aber hier kommt wieder mein Talent zum Tragen:

Bring doch einfach mal den Mann zum fühlen, der als DAS Arschloch bekannt ist. 

Super, jetzt baut er mir einen Schrein, aber ich wollte einen Mann, dem ich einen Schrein bauen kann.

Wem soll ich jetzt mein Denkmal widmen?!

So viele Frauen wollen einen Gentlemen, einen Kavalier, einen, der ihnen liebe SMS schreibt und der niedliche Fehler hat. 

 Und das ist es, was ich hasse!

Masochismus? Kann sein.

Überheblichkeit? Wahrscheinlich, denn ich will einen, der "mir gewachsen ist".

Und während er sich für perfekt hält sehe ich jeden einzelnen Fehler so klar, als würde ich ihn mit einer Lupe betrachten.

Er liebt mich, seine Familie liebt mich, alles super.

Nur, dass sie nicht wissen, was für eine Hexe ich bin.

Oder gerne wäre, denn mein Gewissen beißt und zwickt und es wird umso schlimmer je mehr es abwesend ist und ich es aus Pflichtbewusstsein zusammen mit ein paar Freunden zurückbitte. 

Vielleicht schwelge ich ja gerne im Selbstmitleid?

Mit Problemen protzen um anderen zu entgehen ist manchmal eine gute strategie. 

Aber es tut mir weh, Menschen zerbrechen zu sehen, aber es lassen?

Geht nicht. 

Aus Vernunft zusammenbleiben, damit er nicht leidet?

Unsinnig und unfair.

Aber die Feigheit, die bleibt, die Angst vor der Verantwortung kommt dazu und ich beginne mich zu drücken. 

Warum gerade in der Weihnachtszeit?

Gerne würde ich mein Gewissen verkaufen, dann ginge es mir besser.

Die Vorraussetzungen zum Vamp zu werden vertragen sich nicht mit extrem moralischen Vorstellungen, das muss ich immer wieder feststellen. 

Aber der Flirtmodus lässt sich so wenig abschalten, wie das Gewissen...

Ach wie schön, dass das Internet so anonym ist, denn ich fühle mich wie eines dieser seltsamen verbitterten Weiber in schlechtgeschrieben Frauen-Power-Romanen und das ist wirklich erbärmlich.

Ein Tiefpunkt im Selbstbewusstsein. 

Vor allem, wenn der zweite Mann dazu kommt...

tbc

 

1 Kommentar 3.12.08 18:36, kommentieren

Lächerliche Grausamkeiten

Hier geht's eigentlich nur darum sich über zwischenmenschliche Beziehungen auszukotzen, über den Alltag und Dinge, über die man sich eigentlich keine Gedanken machen sollte.

 

3.12.08 17:54, kommentieren