Happy ever after

Willkommen Thekla

Yeah, ein Nicht-depri  - und nicht-es- Eintrag.Wie lange ist das her?

 

Ich glaube die Leute, die mich heute gesehen haben hielten mich für total bescheuert. Ich bin rückwärts durch die Stadt gelaufen. Ja. Rückwärts. Ich weiß...

Aber wenigstens hatte ich einen Grund dafür! Und zwar mein mangelndes räumliches Vorstellungsvermögen. 

Mit Sicherheit kommt nun die Frage auf, was mangelndes räumliches Vorstellungsvermögen damit zu tun hat. dass man einfach falsch herum durch die Stadt rennt.

Das Terrarium hat nicht in den Rolli gepasst. 

Ich habe heute meine Thelöa abgeholt. Grammostola rosea. Sie ist haarig, nahezu fluschig und geht trotz acht Beinen selten rückwärts. Ja. Eine Vogelspinne. 

 Ich laufe also durch die Stadt. Rückwärts. Mit einem Terrarium. Und einem Oma-Rolli.

Aber ich hatte Spaß.

Thekla sitzt jetzt aufmeiner Kommode und ist beleidigt.

Aber das legt sich schon.

bon nuit.

4 Kommentare 24.4.09 20:45, kommentieren

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Eine herrliche Nacht

Der erste nicht komplett depressive Eintrag seit langem:

 

Heute Nacht war einfach super. 

Ich denke immer noch, ich bin haesslich und fett, aber scheinbar reicht es dennoch aus um mit meiner Liebsten die ganze Disko unsicher zu machen. Ich kauf mir nen roten Teppich und das schlimme ist, es gäbe ich Trottel, die ihn für uns ausrollen würden.

Ich weiß auch nicht, warum ich auf der Tanzfläche mit Darling zu 50% des Tanzflächen-Quoten-Schlampen-Duos gehöre- bestehend aus ihr und mir. 

Plötzlich ist da Selbstbewusstsein und im Nachhinein komme ich mir wirklich scheiß arrogant vor. Aber es ist Urlaub von mir selbst. Solange keine Spiegel da sind kann ich tanzen, tanzen- die ganze Nacht.

Mir Bestätigung holen bis die Füße qualmen. 

Die zweite Person in mir, die es früher häufig gab und jetzt nur selten. Und egal zu was für einem Biest ich auf der Tanzfläche mutiere- Ich genieße es. Jedem Atemzug, jede Bewegung. Jedes Räkeln. Alles. 

Jeden Bass, jeden Beat. Einfach loslassen. 

Wunderbar. 

1 Kommentar 13.4.09 04:24, kommentieren

Himmelhoch jauchzend- zu Tode betrübt

Ich habe angefangen den Steppenwolf von Hermann Hesse zu lesen und dieses Buch spricht mir aus der Seele.

Dieses Gefühl, geteilt zu sein, nicht eins, aus Seiten zu bestehen, die einander nicht leiden können und so streitsüchtig sind, dass sie niemals gedenken würden sich zu vertragen. 

Die Freude, die erstickt wird von der Bösartigkeit der Trauer, die nicht überlebt unter der Wucht meiner Wut. 

Wohin soll ich mich flüchten, wenn es nicht mal in meiner Seele einen Erker gibt, in dem ich mich zuhause fühle. 

Sei es Leid, sei es Freude, wobei das letztere mir natürlich lieber wäre. 

Aber ich bin ein Landstreicher im eigenen Körper, nicht in der Lage zu kontrollieren, nicht in der Lage sesshaft zu werden.

Ich will hungern, ich will essen. 

Ich will Askese, ich will nicht verzichten.

Ich will alleine sein, aber fürchte die Einsamkeit. 

Wie oft habe ich heute überlegt, ob ich wirklich auf die Party heute gehen soll?

Ich wollte keine Menschen sehen, die meinen Körper betrachten, die vielleicht sehen könnten wie betrübt ich bin, die sich gestört fühlen, mich weiter runterziehen.

Ich wollte nicht alleine sein, nicht wieder so viel denken müssen, nicht weiter vereinsamen und Geliebte vernachlässigen. 

Ich wollte schlafen.

Ich wollte rennen. 

Ich wollte schreien, weinen, zerschlagen, lachen. 

Alles in einem Strudel aus Emotionen, der sich verändert mit jeder Sekunde. 

Aber ich habe mein Schicksal für heute besiegelt. 

Nina kommt vorbei.

Daran gibt es nichts zu rütteln.

Und wahrscheinlich ist es besser so...einen Abend der Zerstreuung zu suchen auch wenn die bittere Wahrheit ist, dass ich trotz der Erfindung der seeligen Verdrängung nie in der Lage sein werde mich vor mir selbst zu verstecken. 

 

2 Kommentare 27.3.09 19:01, kommentieren

ZU viel

Ich brauche ne Pause.

Erst mal. 

Ich bin alle. 

Aber ich muss mich dringend auf die Schule konzentrieren. 

Und auf andere Dinge. 

Ich muss klarkommen. 

Es wird Zeit. 

Es wird allerhöchste Zeit. 

Ziele. Lauf ihnen hinterher! Streng dich an! Steht auf. 

Ich bin durch. 

Total durch. 

Ich weiß nicht, wann ich wieder schreibe.  

Aber mir fehlt Zeit, Konzentration, Freiheit. 

Ich weiß nicht, was der Morgen bringt. 

Haptsache kein grau. 

10.3.09 21:43, kommentieren

Eigentlich...

Eigentlich...

...trinke ich nicht.

 

Eigentlich...

...rauche ich nicht.

 

Eigentlich...

...kotze ich nicht. 

                                             Ich bin viel besoffen.

                                             Ich habe heute geraucht. 

                                             Ich konnte dem Kotzen häufig nicht widerstehen. 

Bin ich noch ich selbst?

Was ist los mit mir?

 

Und so sehr sie sich hasste,

so sehr sie enttäuscht wart, 

beschloss sie eine neue Phase der Selbstzerstörung einzuläuten.

Wird so alles besser, im Leben?

Wahrscheinlich nicht, aber...

...es geht schneller vorbei.

 


 

28.2.09 16:31, kommentieren

Austauschmodul

Jeder Mensch ist austauschbar, danke dass du es mir wieder gezeigt hast.

Jeder Mensch kann leicht vergessen werden. 

Bei mir ist es nur eben etwas leichter etwas zu zerbrechen. 

Leichter mich zu vergessen.

Auszutauschen. 

Zu ignorieren. 

Mich als die Last zu sehen, das berühmte dritte Rad. 

Ich bin zu schwierig. 

Zu kaputt. 

Warum nicht noch einen draufsetzen?

Ist ja auch praktisch, wo ich doch zu stolz bin es zuzugeben. 

Aber du solltest es besser wissen.

Du hast vorgegeben mich verstehen zu wollen. 

Hast es stückweise sogar geschafft. 

Ich habe dir soviel erzählt obwohl ich dich gar nicht richtig kenne und bereue es. 

Denn du verstehst es nicht. 

Du stellst dich nicht. 

Du tauschst mich aus. 

Es tut weh. 

Verdammt weh. 

Ich hab dich nicht geliebt, nichts von dir gewollt außer Freundschaft. 

Ob du das in deiner Arroganz verstehst weiß ich nicht. 

Du hast gesagt, ich sei dir so wichtig. 

Für sie hättest du kein Interesse, ich wäre die um die es dir geht.

Ich hatte mir sorgen um dich gemacht, wollte dir nicht weh tun. 

War freundlich, froh sich zu kennen. 

Und dann?

Du küsst sie, du umarmst sie, du sagst ihr sie sei das wichtigste für sich, ich stünde nur in ihrem Schatten.

Zwei tage hast du gebraucht um mich zu vergessen.

Zwei.

Ja unglaublich wie wichtig ich dir war.

Du machst dich an sie ran, du willst mit ihr schlafen und ich liege im selben Zimmer. 

Sie erinnert sich an mich, hat Skrupel.

Du fragst in meine Richtung "deswegen?" und fragst nicht einmal ob ich wach bin. 

Etwas zerbricht. 

Deswegen war noch wach. 

Sprachlos, zusammengekrümmt auf dem Sofa und bekommt alles mit, jeden Laut. 

Jedes wort. 

Deswegen ist unwichtig. 

Ich habe es schon immer gewusst, aber durch dich dachte ich kurz es könnte anders sein.

Dann war ich ehrlich, schrieb dir dass du mich verletzt hast. 

War ehrlich. Ehrlich.

Wie so oft. 

Warnte dich ihr weh zu tun.

Du schreibst ihr.

Wenigstens das. 

Aber ich bekomme kein Wort. 

Nicht einmal einen Buchstaben.

Wenn du es jetzt noch wagen solltest ihr weh zu tun, dann wirst du es bereuen.

Es reicht, dass ich die ganze Nacht weine und mein Vertrauen endgültig verschwunden ist. 

Herzlichen Dank.

Und du wolltest mir helfen?

25.2.09 14:30, kommentieren

Biest aus Porzellan

Biest aus Porzellan

 

In letzter Zeit bin ich unausgeglichener als sonst.

Biestig,

Gemein.

Verteile Seitenhiebe.

Bin noch sarkastischer, nahezu zynisch.

Aber ich kann nicht anders.

Es platzt einfach so aus mir heraus.

Einige finden es witzig, fragen wo ich plötzlich diesen Humor herhabe.

Manchmal ist es das auch.

Witzig.

Wenn ich einen gut gewählten Hieb loslasse, der nicht böse ankommt, obwohl er so gemeint war.

Aber einige finden es ganz und gar nicht lustig.

Meine Mutter zum Beispiel die unter mir zu leiden hat.

Und was mache ich?

Weiter, weiter, weiter, immer drauf,

Eigentlich will ich wirklich nicht, aber ich fühle diese Wut in mir wühlen wie ein besonders hässliches Fabelwesen.

Zorn.

Verzweiflung.

Mein Äußeres spricht andere Worte.

Ich gehe nicht mehr so gammelig in die Schule, bin wieder schön geschminkt,

„Du siehst aus wie eine Porzellanpuppe.“, hieß es heute.

Eigentlich sollte ich mich darüber freuen.

Ich dachte an die fetten Puppen aus den 50ern und lächelte gezwungen.

„Danke vielmals.“

Ha ha,

Ich habe auch wieder angefangen Alkohol zu trinken.

Suff statt lernen.

Versteht mich nicht falsch, ich hatte nie ein Alkoholproblem und trinke auch höchstens an den Wochenenden und das bisher nicht einmal exzessiv, aber der Punkt ist:

Ich habe es ewig nicht mehr gemacht.

Ich fand’s beschissen und unnötig sich was hinter die Binde zu kippen.

Jetzt mache ich es um nicht aufzufallen und zu lachen.

Wie lächerlich.

Aber am Wochenende komme ich endlich hier raus.

4 Tage weg.

Ich hoffe nur, dass ich meine Gastgeber nicht zu Tode motze.

Ich fühle mich widerlich und benehme mich wie eine Diva.

Ich glaube das nennt man Narzissmus.

Ich habe Angst vor dem Sportunterricht.

Ich will nicht wieder weinen.

Da doch lieber die Seitenhiebe.

Ich muss auch noch soviel tun für die Schule, dass mir die Luft zum Entspannen fehlt.

Was soll ich da machen außer zu platzen?

Nichtsnutzigkeit und Wut ergeben, wenn sie sich mit Verzweiflung paaren einen Gefühlscocktail, den ich meinem ärgsten Feind nicht gönne.

Wenn ich wenigstens nicht mehr fressen würde.

Aber wenigstens passen mit jedem Pfund, das ich zunehme mein Äußeres und mein Inneres besser zusammen,

Wie war das noch gleich mit dem Zynismus?

Einen wunderschönen guten Tag, liebe Welt.

1 Kommentar 18.2.09 14:03, kommentieren